Der Sieger der Herzen

Der beste Umbau

Für seinen Umbau auf der Alp Flix wird Michael Hemmi mit dem Silbernen Handschuh des Architekturpreises Der beste Umbau ausgezeichnet. Hemmi führt sei 2012 gemeinsam mit Sara Bonderer sein Büro in Haldenstein.

Beim Architekturpreis Der beste Umbau 2020 entschied nicht nur eine Fachjury über ihre Favoriten. Auch die Leserinnen und Leser der Zeitschrift Umbauen+Renovieren sowie die Besucher der Swissbau waren dazu aufgerufen, für ihren Lieblings-Umbau abzustimmen. Die meisten Stimmen erhielt der Architekt Michael Hemmi, der mit dem Umbau eines Ferienhauses auf der Alp Flix im Bündnerland beweist, wie wichtig das Äussere für die Integration eines Gebäudes in die Landschaft ist. Bei dem Objekt, das um 1850 erbaut worden ist, hatte es sich ursprünglich um zwei aneinandergebaute Ökonomiebauten gehandelt. In den 1960er-Jahren wurde eines davon bis auf die Sockelmauern abgebrochen und durch eine neues, zweigeschossiges Ferienhaus mit kleinteiliger Struktur und ortsfremder Eternitfassade ersetzt. Durch den jüngsten Umbau sollte es zu einer grosszügigen Einheit werden, wobei Baumaterialien und Formen dem Ort entsprechen sollten. «Die Kernidee ist ein gestrickter, hüttenartiger Wohnraum, der in einem gemauerten, einfachen Baukörper steckt und alle wichtigen Funktionen beherbergt», so Michael Hemmi. Aussen erhält das Mauerwerk einen sandfarbenen Kalkverputz. Das Ensemble erscheint nun als gemauertes Haus mit hölzernem Stall und integriert sich wie selbstverständlich in die Landschaft – und hat damit den Publikumspreis vom besten Umbau mehr als verdient.

Vorher: Der Umbau in den 1960er-Jahren hat das Gebäudeensemble zu einem Hybrid werden lassen, der nicht so recht zu seiner Umgebung passte.

Das Ensemble ist dank des Umbaus durch Michael Hemmi kein Fremdkörper mehr im Alpweiler. Der hölzerne Körper des Hauptraumes ist aussen vorgemauert – eine traditionelle Bauweise, die sich bei historischen Bauten in der Region findet.

Die in massiver Blockbauweise erstellte Holzkonstruktion besteht aus Fichtenkanthölzern. Die grösstenteils eingebauten Möbel sowie die Türen und Fenster sind aus Lärchenholz gefertigt.

Beheizt wird das Haus über ein Ofensystem, das sich über beide Geschosse erstreckt.

Den ausführlichen Bericht zum Publikumssieger sowie auch zu den anderen Preisträgern des Architekturpreises Der beste Umbau finden Sie in Ausgabe 2/20 der Zeitschrift Umbauen+Renovieren, die jetzt am Kiosk erhältlich ist.