
Das Haus wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts im Böhmerwald gebaut. Nach dem jüngsten Umbau ist die von der Notwendigkeit der ländlichen Bauernkultur geprägte Architektur wieder erkennbar.
Das Borová Lada Cottage gehört zu jenen Gebäuden, die – nicht immer geschickt und oft von Hobbyhandwerkern – über Jahrzehnte für verschiedene Nutzungen angepasst wurden. «Ein Glück», sagen Lenka und Petr Vávra von Studio Plyš, «denn das ist letztlich der Grund dafür, dass viele Gebäude dieser Art noch stehen.» Die Summe der Mängel haben Lenka und Petr als Chance gesehen, um die unterschiedlichen Schichten seiner Geschichte erlebbar zu machen. Heute ist das Cottage ein Haus, das sowohl für das dauerhafte Zusammenleben zweier Generationen als auch für die saisonale Nutzung auf dem Land genutzt werden kann.

Neue Materialien – Stahl, Faserzement, Sperrholz – definieren die jüngsten Schichten der Geschichte des Gebäudes.

Mit gemütlicher Sitzecke und einem unkonventionellen «Lesekreis» in Form eines gepolsterten Rundfensters ist der Wohnraum Rückzugsort und Beobachtungskapsel.
Einst pragmatisch aufs Überleben und auf Nutzen ausgerichtet, zeugt das neue Raumprogramm von Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Komfort.

Lenka und Petr Vávra sind Studio Plyš. Sie sehen den Erhalt bestehender Strukturen, das Bewahren der Identität eines Baus als zentrale Aufgabe an.
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