Taste of Mexico

Bunte Oase hinter verschlossener Tür

Kernstück: Von der überdachten Gartenterrasse sind alle Zimmer sowie der Pool erschlossen.

Von der rege befahrenen und lauten Hauptstras­se her ist das Anwesen von César und Mima Reyes, wie so viele in Mexiko, unscheinbar und fast schon unschön anzusehen mit seiner grauen Fassade. Im Innern jedoch eröffnet sich eine tropische Oase der Stille. Der Kontrast zur Aussenwelt zeigt sich nicht nur in der Ruhe dieses Ortes, sondern auch im wilden Farbmix und der tropischen Gartenanlage.

 

Am Wasser: Der Pool fliesst direkt durch den offenen Essbereich hindurch.

Gelöchert: Durch die gewölbte Decke ziehen sich Löcher, die das Tageslicht einfangen und an die Wand projizieren.

2010 wurde das Haus, das sich nur unweit vom sogenannten Centro Historico der Gossstadt Mérida befindet, vom kubanisch-amerikanischen Künstler Jorge Pardo renoviert und umgestaltet. Seine Handschrift spiegelt sich unverkennbar in ­allen Ecken des Hauses wider. Angefangen beim bunt gefliesten Plattenboden, der von Raum zu Raum seine Farb­struktur und -intensität ändert. Weiter über die Deckenmalereien der überdachten Terrasse, den bunten Türen und den kupferfarbenen Leuchten, die gesammelt von der Decke hängen. Auch die Form des lang gezogenen Pools sowie dessen bunte, runde Fliesen hat der Künstler entworfen und den Durchlauf durch den Essbereich gezogen. 

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Letztlich wurde auch der komplette Gästeanbau, der sogenannte Annex, von ­Jorge Pardo entworfen und de­signt. Dieser gelbe Komplex steht inmitten des tropischen Gartens und teilt den Innenhof in drei Teile. Das Besondere daran sind die quadratischen Wandlöcher, die an der Decke zum Teil mit Spiegeleinsätzen versehen sind und ein hübsches Lichtspiel ins Schlafzimmer zaubern. Das Lichtspielelement ist auch in der Küche ein Thema – die wild gewölbte Decke ist mit zahlreichen Löchern versehen, die wiederum je nach Einfall des Tageslichts ein überraschendes Lichtspiel an die Wände projizieren.

Musterhaft: Durch die quadra­tischen Löcher in der Wand atmet der Raum, und es entstehen natürliche Lichtquellen.

Gespiegelt: An der Decke finden sich die quadratischen Löcher wieder, die hier aber mit Spiegeln ersetzt sind.

Typisch für Mexiko ist die Aufteilung des Anwesens. Der Wohnbereich mit drei Schlafzimmern, Bädern, Küche, Wohn- und Esszimmer ist parallel zur überdachten Terrasse und dem Innenhof gezogen. Durch das heisse und feuchte Klima sind die Räume zum Innenhof hin nicht vollständig mit Türen und Wänden verschlossen, sodass immer eine leichte Brise durchs Haus zieht, die das Klima im Innern angenehm und erträglich macht. Das Gästehaus ist zwar mit e­iner Schiebetür versehen, diese ist aber meistens geöffnet. Privatsphäre kann dennoch durch den zugezogenen Vorhang generiert werden, der dank der Deckenschiene rund ums Bett läuft. 

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Der Kunstsammler César und seine Frau Mima Reyes haben ­Jorge Pardo hierbei volle gestalterische Freiheit gelassen. «Wir haben ähnliche Lebensstile, und Jorge Pardo ist sehr vertraut mit unseren Prioritäten», sagt César Reyes. «Wir sind inzwischen gute Freunde geworden, und ich mag Jorge sowohl als Bildhauer als auch als Architekten. Seine Entwürfe sind räumlich grosszügig und visuell beeindruckend, und die Raumverteilung ist praktisch aufgebaut», erklärt Reyes weiter. Pardo hatte zuvor bereits den Hauptwohnsitz der Familie Reyes in Puerto Rico gestaltet. So lag es nahe, dass er auch die Verantwortung für die Renovation des Feriendomizils in Mérida übernahm.

Verbindung: Der lang gezogene Pool fliesst dem Innenhof entlang durch den Essbereich bis hinüber zum Gästehaus.

«In der Stadt ist immer sehr viel los, aber man kann hier trotzdem auch sehr privat sein», so Reyes und geniesst entspannt im kühlen Innenhof einen Schluck seines mexikanischen Kaffees. «Die Stadt lässt sich wunderbar zu Fuss erkunden, und dennoch ist sie gross genug, um mysteriös zu sein.» Das Haus in der Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán soll nicht nur Ferien­domizil, sondern auch eine Oase und vor ­allem ein Treffpunkt für Freunde und Familienangehörige sein. Das sei dem Künstler ­gelungen, kommentiert César Reyes: «Wir ­haben gerne und viel Gäste. Meine Frau ist eine leidenschaftliche Köchin, und unsere Tochter hat oft Freunde zu Besuch. Es gefällt unseren Besuchern ­jeweils so gut, dass sie das Haus gar nicht mehr verlassen möchten.»

Unscheinbar: Von aussen lässt sich kaum erahnen, was für eine bunte Oase hinter der grauen Fassade steckt.