Design inspiriert von Architektur

Neue Kollektion von Ferm Living

Eine tempelartige Halle aus Sandstein steht inmitten von mediterraner Vegetation.

Vielleicht weniger bekannt, aber nicht weniger bedeutungsvoll – Can Lis von Architekt Jørn Utzon an der mallorquinischen Südküste.

Viele Städte haben ein Wahrzeichen, an denen man ihre Skyline sofort erkennt. Für Paris ist es der Eiffelturm, für New York das Empire State Building, für Berlin der Fernsehturm. Und für Sydney ist es ganz klar das Opernhaus, entworfen vom dänischen Architekten Jørn Utzon. Leider war die zehnjährige Bauphase des architektonischen Meisterwerks von Konflikten und Kritik geprägt, was schlussendlich zu Utzons Rückzug aus dem Projekt führte. Er kehrte nie wieder nach Australien zurück, um den fertigen Bau zu sehen.

Nach diesem Ende suchte Utzon nach einem Neunanfang, und fand diesen in der Erschaffung von etwas ganz Persönlichem – einem Familienheim. So entstand Can Lis, ein intimer Rückzugsort an der Südküste Mallorcas, der seiner Frau gewidmet ist. Der Bau besteht aus einer linearen Abfolge von Pavillons entlang der Küste, von denen jeder eine bestimmte Funktion erfüllt und gleichzeitig so ausgerichtet ist, dass er Ausblick auf das Meer bietet. Innenhöfe dienen als Übergangsräume, die die Verbindung zur Aussenwelt weiter stärken. Seit jeher war Utzon von traditioneller Architektur inspiriert, insbesondere auch von der mallorquinischen. In Can Lis interpretierte er die lokale Material- und Farbpalette auf eine Weise, die regionale Einflüsse mit einer modernen Interpretation in Einklang bringt.

Eine felsige Vorsprung an der Küste Mallorcas, auf dem versteckt in den Bäumen ein Haus aus Stein steht.

Dank der Verwendung von lokalem Sandstein fügt sich Can Lis unauffällig in die umliegende Landschaft ein.

Im Laufe der Zeit vertraute Utzons Familie die Verwaltung des Hauses dem Utzon Center an, um sicherzustellen, dass seine Geschichte auch künftige Generationen inspirieren würde. Ganz in diesem Sinne lud das Utzon Center Ferm Living ein, eine vom Haus inspirierte Kollektion zu kreieren. Dies ist zugleich die erste Kollektion des neuen Head of Design & Brand, Phillipp Materna. Materna hat einen Architektur- und Interior-Design-Hintergrund und war bereits für Bocci und Michael Anastassiades tätig, wo er unter anderem zu Designs für Alessi, B&B Italia und Flos beitrug.

Porträt von Philipp Materna, ein Mann in schlichter schwarzer Kleidung, vor einer warm beigen Backsteinmauer.

Phillipp Materna ist der neue Head of Design & Brand bei Ferm Living.

Entstanden aus dieser Zusammenarbeit ist die «Ferm Living x Utzon – Can Lis Collection» – eine konzeptuelle Hommage an Can Lis. Das Haus ist mehr als nur Wohnraum, es ist ein Zeugnis eines gut gelebten Lebens, das uns dazu einlädt, präsent zu sein und die Schönheit der Einfachheit zu schätzen. Die Kollektion erzählt eine Geschichte von Meditation, Taktilität und ruhiger Eleganz, perfekt für zeitgenössische Wohnräume, die sowohl Funktion als auch Poesie suchen. Ähnlich wie Can Lis, das dänische Rationalität mit mallorquinischem Handwerk ausbalanciert, verwebt sie materielle Ausdruckskraft mit skandinavischem Minimalismus. Dabei orientieren sich die Formen und Materialien der Kollektion an den zerklüfteten Küsten und wechselnden Lichtstimmungen, die Can Lis umgeben und ein tiefes Ortsgefühl erzeugen. Gleichzeitig reagieren die Möbel und Objekte auf die Texturen und die Geometrie der Architektur und spiegeln ihre skulpturale Qualität wider. Die Materialpalette besteht aus FSC-zertifizierter Douglasie und Eiche, Glas, Stein und patinierten Oberflächen.

www.fermliving.de

Die «Oeste» Hängeleuchte, gefertigt aus Travertinstein, widerspiegelt die Lichtstimmungen, die bei Sonnenuntergang in den Steinmauern von Can Lis enstehen.

Der Stuhl «Visit» ist von den Holzdetails in Can Lis inspiriert, die Utzon aus der mallorquinischen Kiefernart Madera Norte fertigte.

Die «Muro» Vase verfolgt das Gedankenexperiment, recyceltes Glas direkt in die Hohlräume zwischen die Steine von Can Lis zu giessen.

Eine von Jørn Utzon selbst gezeichnete Vogelskizze aus dem Archiv des Utzon Center dient als Grundmotiv für die «Vuelo» Serie.

Das gleiche Vogelmotiv schmückt auch das «Vuelo» Kissen.

Die «Erena» Geschirrserie strahlt Wärme und Verbundenheit aus. Ihre Formen sind angelehnt an den katalanischen Schornsteinen des Hauses, charakteristisch für traditionelle mallorquinische Dörfer.

Die «Phase» Bausteine sind inspiriert...

... von den verspielteren Elementen in Utzons Architektur.

Auch die geometrischen Formen des «Phase» Mobile verweist auf die mondförmigen Details von Can Lis. 

Die Linien des «Utzon-Can Lis» Polsterstoffes, inspiriert von den Bewegungen des Meeres, greifen Utzons Fähigkeit auf, die Rhythmen der Natur in architektonische Formen zu übersetzen.

Der «Aukko» Esstisch spielt im Sockel mit Lücken, die bei genauerem Hinschauen die aufwändigen Tischlerarbeiten zum Vorschein kommen lassen. Dies verweist auf Utzons Spiel mit Öffnungen in seiner Architektur.

Der Kerzenhalter «Newel» ist besteht aus sechs Travertinblöcken, die in verschiedenen Formen angeordnet werden können – eine Hommage an die vielseitig einsetzbaren Sandsteinblöcke, die Can Lis seine Form geben.

Die Keramikfliesen im Inneren von Can Lis stammen von lokalen Herstellern und bilden einen lebendigen Kontrapunkt zu den schlichten, gedämpften Tönen der Architektur. Davon inspiriert ist zum Beispiel der Beistelltisch «Deya».