
Bizen Keramik
Seit fast 1000 Jahren formen Töpferinnen und Töpfer im japanischen Bizen (Präfektur Okayama) aus Ton und Feuer Keramik von aussergewöhnlichem Charakter. Bizen gehört zu den sechs alten Brennöfen Japans und ist bekannt für seine unglasierte, im Holzbrand gefertigte Keramik. Asche und Flammen hinterlassen erdige Farbtöne und überraschende Muster. So wird jedes Stück zum Unikat.
Vom 27. Oktober bis 28. November zeigt Touyuukai, die Töpfereigenossenschaft Okayama Bizen, bei Onoda in Zürich Werke von zehn Bizen-Kunstschaffenden. Die Genossenschaft vereint Töpferinnen und Töpfer, Brennstätten und weitere Akteure des Handwerks. Sie setzt sich dafür ein, die Bizen-Tradition zu bewahren und an kommende Generationen weiterzugeben. Von Alltagsgeschirr bis zu herausragenden Einzelstücken eines Lebenden Nationalschatzes zeigt die Ausstellung die ganze Bandbreite dieses traditionsreichen Handwerks.
Onoda liegt in der Zürcher Altstadt und vermittelt japanische Handwerkskunst mit sorgfältig ausgewählten Objekten von Kunsthandwerkern und kleinen Manufakturen. Mit seinem Sinn für Schönheit, Funktionalität und Langlebigkeit bietet Onoda den passenden Rahmen für Bizen-Keramik.
Doch Bizen überzeugt nicht nur durch sein Aussehen. Die unglasierten Gefässe werden seit jeher mit Wasser in Verbindung gebracht: Der Überlieferung nach halten sie Wasser länger frisch und Blumen länger lebendig. Auch Sake soll aus Bizen-Bechern milder schmecken.
Am 10. November von 17 bis etwa 19 Uhr können Besucherinnen und Besucher Bizen-Kunstschaffende aus Japan persönlich kennenlernen. Bei einer Sake-Degustation aus Bizen-Bechern lässt sich diese Tradition hautnah erleben.