Raumbildend

Note: Interview mit Kristoffer Fagerström und Malin Engvall

Foto von Designduo NOTE

Designbüro Note: Kristoffer Fagerström & Malin Engvall verantworten die Kollektion «Adagio» für Wittmann.

Was im Jahr 2008 als reines Architekturbüro begann, hat sich zu einer höchst produktiven, weltweit tätigen Design-Gruppe entwickelt. Das multidisziplinäre Team rund um die Gründer Cristiano Pigazzini und Johannes Carlström bündelt Kompetenzen aus Architektur, Innenarchitektur, Produktdesign, Markenstrategie, Grafikdesign und Artdirektion und versorgt Kunden weltweit mit frischen Ideen, Experimentierfreude und einer prägnant skandinavischen Handschrift. 

Wie kam es dazu, dass NOTE für Wittmann Möbel designt?
Kristopher Fagerström: Wir sind mit Luca Nichetto, dem Artdirektor von Wittmann, in regem Austausch. Er hat sein Designstudio ja auch in Stockholm.
Malin Engvall: Das ursprüngliche Briefing war, einen flexibel einsetzbaren Pouf zu kreieren. Den haben wir mit «Adagio» dann auch entworfen, aber weil uns auch das Verhältnis von einem Möbel im Raum interessiert, kam die «Adagio»-Bank dazu. Durch ihre geschwungene Form wird ein Raum aufgespannt, der zusammen mit dem Pouf zur Interaktion animiert. 

 

Kanntet ihr Wittmann und was verbindet ihr mit dieser Marke? 
ME: Natürlich war uns Wittmann bekannt und auch die grossen Namen, die bereits für die Manufaktur etwas entwerfen durften. Wir fühlten uns geehrt, als die Anfrage von Luca Nichetto kam.
KF: Wenn wir an Wittmann denken, denken wir an müheloses Handwerk, an Menschen, die seit Jahrzehnten im Unternehmen arbeiten und ihre Fähigkeit natürlich verfeinern und perfektionieren.
ME: Es bedarf nämlich eines hohen Masses an Perfektion, um die geschwungenen Steppnähte der "Adagio"-Bank perfekt über alle Flächen hinweg weiterzuführen.

 

Ihr habt für Wittmann auch einen Spiegel entworfen, der den Namen «Ouvert» trägt. Was hat es damit auf sich?
KF: Der Spiegel nimmt die geschwungenen Linien der Kollektion «Adagio» im Rahmen auf. Dank seiner Überhöhe widerspiegelt er alle Dinge im Raum und erzeugt eine Raumöffnung, die ihresgleichen sucht. 
ME: «En Ouvert» nennt sich jene Raumposition im Ballet, der sich Tänzer oder Tänzerinnen frontal dem Publikum präsentieren. Ebenso offen und selbstbewusst gegenüber seinen Betrachtern zeigt sich der 199 cm hohe Spiegel «Ouvert».

 

Ihr arbeitet in einem Team mit verschiedenen Disziplinen, wie greifen diese ineinander?
KF: Bei einem konkreten Projekt hat die massgebende Disziplin den Lead. Im fall von Wittmann waren das Malin und ich vom Produktdesign-Team. Wir waren aber froh, um die Inputs aus dem Interiordesign und der Architektur. Durch diese Querverbindungen und die Integration von allen Disziplinen kann Spannendes, Neues entstehen.

www.wittmann.at

www.notedesignstudio.se

 

 

 

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