Preisgekrönt

Architekturpreise Teil 1/5

Endlich ist es wieder soweit! Einmal mehr begeben wir uns mit dem Architekturpreis 2020 gemeinsam mit einer Fachjury auf die Suche nach dem besten Umbau und dem besten Einfamilienhaus. Wir freuen uns auf möglichst vielfältige und innovative Projekte! Mehr Informationen finden Sie hier.

 

Um Ihnen die Wartezeit etwas zu verkürzen, stellen wir in den nächsten Wochen in einer Serie die Gewinner von 2018 vor. Den Auftakt machen die Jurysieger des Architekturpreises Der beste Umbau.

Mit dem Umbau eines Bauernhauses im Kanton Zürich haben Käferstein & Meister Architekten einen der beiden Jurypreise beim Architekturpreis Der beste Umbau 2018 gewonnen. Das Bauernhaus besteht aus einem Wohnteil mit angebautem Stall und Scheune unter einem durchgehenden Dach. Weit auskragende Vordächer im Scheunenteil definieren beidseitig geschützte Vorbereiche. Um die Situation zu klären, wurden über die Jahre hinzugefügte An- und Nebenbauten entfernt. Belassen wurde der Silo auf der Südseite, der, mit einer Betonplattform versehen, heute als Sitzplatz dient. Im Innern spielt der Umbau mit den gegebenen strukturellen Elementen des einst kleinteiligen Bauernhauses, entwickelt jedoch mit sehr unterschiedlich proportionierten Räumen, facettenreichem Innenausbau und einer doppelten Erschliessung einen eigenen Charakter. Der grosszügige Küchen- und Essbereich verläuft über zwei Niveaus, während die kompakteren Räume in den Obergeschossen über vielfältige Sichtbezüge verfügen und die Dachräume bis unter den First reichen.

Freigespielt von Nebenbauten, entfaltet das Bauernhaus wieder seine volle Wirkung. Aussen sichtbare Eingriffe sind zurückhaltend ausgeführt.

In der einstigen Tenndurchfahrt befindet sich einer der beiden Zugänge zum Wohnhaus. Über der Balkenlage ist die Brücke zu sehen, die das in der Scheune gelegene Sommerzimmer mit dem Wohnteil verbindet.

Die mehrschichtige, durchlässige Holzkonstruktion der Giebelfassade prägt die Stimmung im Sommerzimmer.

Kochen und Essen finden auf zwei Ebenen in einem offenen Raum statt. Die Kochzone ist durch ihren technischen Ausdruck und rohe Materialien geprägt, der Essbereich strahlt mit seinen Holzeinbauten und -möbeln Wohnlichkeit aus.

Der zweite Jurypreis ging an sabarchitekten, heute Salathé Architekten und Reuter Architekten. Mit der Aufstockung schlägt das kleine Stadthaus in Basel eine Brücke zwischen dem Ersatzneubau zur einen und dem inventarisierten Altbau zur anderen Seite und leistet zudem einen Beitrag zur baulichen Verdichtung der Stadt. Die einfachen Wohnungen in den beiden unteren Geschossen verfügten über schön proportionierte Räume und wurden mit neuen Küchen und Bädern ausgerüstet. Bestehende Materialien wurden, wo möglich, freigelegt und saniert. In der aufgestockten Maisonettewohnung verschränken sich Neubau und Bestand zu einer luftigen Wohnlandschaft. Einfache Materialien ergänzen hier die historische Bausubstanz. Die Aufstockung ist in Holzbauweise ausgeführt, wurde jedoch verputzt und verbindet sich so mit dem Bestand. Die neuen Fenster nehmen Bezug zur Geometrie der bestehenden Fassadeneinteilung und interpretieren in ihrer Ausformung die historischen Gewände.

Die Aufstockung verbindet sich mit dem historischen Bestand und vermittelt zwischen Neubau und inventarisiertem Altbau.

Das 3. Obergeschoss ist offen gestaltet und wird durch einen Wechsel in der Raumhöhe und im Bodenbelag strukturiert.

In der Aufstockung verbinden sich Neubau und Bestand zu einer luftigen Wohnlandschaft wie hier im Wohnbereich im 2. Obergeschoss.

Die Treppe verbindet die geschossweise versetzten, offenen Wohn- und Essbereiche der Maisonettewohnung.

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