Salone del Mobile 2026 – Worte und Bilder

Rückblick Möbelmesse Mailand

Das Zitat stammt aus Faust. Der Tragödie erster Teil, von Johann Wolfgang von Goethe. Mit dem Salone del Mobile in Mailand hat das nichts zu tun. Oder? Sagen wir es mal so. Nach vier Tagen unter einer Glasglocke, in der ich wie Alice ein Wunderland von Ahs! und Ohs! durchwandert habe, reisse ich dieses Zitat aus seinem Kontext, um bei euch, liebe Leser:innen, um Verzeihung zu bitten. Aber erst nach dem Bilder-Karussell… (in alphabetischer Reihenfolge)

A wie Aber Hallo! Amini Teppiche

A wie Ankon Mitra, der die Installation «Un-Fold» für Next125 entworfen und gebaut hat.

A wie Arflex: Jaime Hayon und seine Beistelltische «Treboli».

A wie Arket: Designerin Leila Gohar inszeniert frechen Früchtchen.

B wie Bodo (Sperrlein) und Bernhard (Godelmann). Der Designer (Bodo) entwarf für die neue Marke Gravelli eine Outdoorküche.

B wie Brokis: Installation von Lee Broom auf der Piazza San Babila.

B wie Brühl: Neues Sofa «All together» von Katie Meyer-Brühl.

B wie B&B Italia: Tisch «Tabac» von Ronan Bouroullec.

C wie Cane-line: Neue Outdoor-Kollektion mit Sessel «Al Dente».

C wie Cosentino: Tom Dixon im Gespräch.

C wie Cosentino: Design by Tom Dixon.

D wie Dedon: Lounger «Kida» von Stephen Burkes.

D wie Desalto: Tisch «Helicon» Kensaku Oshiro.

D wie Dom: Am Morgen. 

E wie Edra: Ausstellung im Edra Palazzo Durini.

E wie Electrolux: A Taste of Sweden inmitten von Mailand.

E wie EpiQ bzw. «Ooooh, that's EpiQ!» Installation im Palazzo Senato von Ricardo Orts Ulises für Škoda.

F wie Flexform: Im Showroom in der City.

F wie Florim: Designerin Cristina Celestino mit der stv. Chefredakteurin Katrin Montiegel (Das Ideale Heim)

F wie Freifrau: Standrundgang in Rho Fiera.

…um Verzeihung bitten, weil der diesjährige Bericht zur Möbelmesse nicht detailliert und tagebuchartig meine Erlebnisse wiedergibt, sondern weil ich auf schnöde Bilder ausweiche. (Weiter gehts im Karussell und wieder in alphabetischer Reihenfolge)

F wie Frigerio: Ein Stuhl namens «Linda».

H wie Hansgrohe: Meet the Brits, Edward Barber und Jay Osgerby.

H wie Hermès: Meet the Brits again. Skulpturaler Tisch (Studie) von Barber & Osgerby.

I wie Ikea: Die neue PS Kollektion und ein Sessel gefüllt mit Luft.

J wie Jan Kath: A Family Affair. (love 'em!)

J wie Janua: «T-Rox» Konsole

K wie Kartell: Designer Erwan Bouroullec und sein Stuhl «Snik».

L wie Leolux (und L wie lässig): Auf der Couch mit dem Designerduo Yabu Pushelberg.

M wie Meissen: Eine Affenliebe, kompromislos.

M wie Menu: Kuratiert von Bodo Sperrlein in der Chiesa Anglicana Tutti i Santi. Tags zuvor wurde hier noch der Gottesdienst gefeiert.

M wie Messegelände: Rho Fiera

M wie Minotti: 5000 (!) Quadratmeter Standfläche.

M wie Molteni: Die Outdoorkollektion zeigte sich in der Installation «Responsive Nature».

M wie Moncler: Kunst am Bau.

M wie Moooi: Set up im Superstudio in der Zona Tortona.

N wie Next 125: «Un-Fold» von Ankon Mitra.

P wie Paola Lenti: Oase mitten in der Stadt.

P wie Pedrali: Grünzeugs für den Garten. 

P wie Poliform: Die neue Outdoorkollektion verbirgt sich kunstvoll im Hinterhof eines Palazzo.

Q wie Quooker: Sprudelnde Erfrischung bei der Piazza San Babila.

Der Grund ist ganz einfach: Design macht müde. (Immer weiter gehts im Karussell und immer wieder in alphabetischer Reihenfolge)

R wie Roche Bobois: Designer Stephen Burke bringt Farbe in den Garten.

R wie Royal Botania: Hinfläzen und nie wieder aufstehen. NIE WIEDER!

R wie Rubelli: «About Silk» ist eine Kooperation mit dem Künstler und Aktivisten Ai Wei Wei.

S wie Shared Matter: Eine Kollektiv-Ausstellung mit Unterstützung von ProHelvetia. 

S wie Stadtwiese: That's it.

S wie Stimmungsbild.

S wie Stimmungsbild, noch eins.

S wie Superstudio in der Zona Tortona. 

T wie Tacchini: Sofa «Butter» von Faye Toogood in der Casa Tacchini.

T wie Technogym: Wie lange das Fräulein das wohl machen muss?

T wie Tucci: Sonnenschirm mit Paspelierung.

V wie Via Tortona.

V wie ViSpring: Und noch eine Kollab mit Tom Dixon.

Z wie Zaha Hadid für Audi.

Z wie Znacht: Okay, okay, es gab schon auch ordentlich Apérol und eine anständige Portion Pasta! :-)

Und ich bin auch nach einem Wochenende, an dem ich zur Regeneration Geranien gepflanzt (die stehende Sorte, keine Hänger, die sind nicht so schön buschig) und mit niemandem gesprochen habe immer noch müde. Entgegen der Annahme meines guten Freundes Dr. B., dessen infernalischer Satz «cool, bisschen in Mailand abhängen und gut essen» ihn fast meine Freundschaft gekostet hätte, verlangt eine Messe alles von dir. Ich muss fairerweise sagen, dass sie dir im Gegenzug auch alles gibt: Inspiration, Begegnungen, die Möglichkeit wahlweise an deiner Kritikfähigkeit oder deiner Begeisterung zu arbeiten. Sie offenbart dir Geheimnisse, aber nicht der Weisheit letzter Schluss, und ja, irgendwann gelangst du an den Punkt, da würdest du deine Seele verkaufen, um zu erfahren, was die Designwelt im Innersten zusammenhält – also doch mehr Faust als zunächst gedacht. Irgendwann fehlen dir dann auch noch die Worte: vor Staunen, Anspannung, Entspannung, Freude, Fussschmerz oder eben vor Müdigkeit. Sie werden aber wieder kommen, die Worte. Auch meine. Alle von ihnen und mit etwas Glück sogar ein paar neue.

Der Worte sind genug gewechselt,
lasst mich auch endlich Taten sehn!

Oder eben Bilder.

 

Vielen Dank fürs Verständnis, liebe Leser:innen
Eure Katrin

P.S.: Die volle Ladung Salone mit (fast) allen Möbelneuheiten und eine voll regenerierte Redakteurin gibts dann in der Ausgabe 6/26!