Intelligente Innovationen am konkreten Projekt

Swissbau

Im Zentrum der Überbauung «uptownBasel» in Arlesheim steht das Gebäude «The Pioneer».

Während andere Messen ein befristetes Dasein darben, weist die alle zwei Jahre stattfindende Swissbau erfreuliche Besucherzahlen aus. Das hat nicht zuletzt mit neuen, innovativen Ausstellungsformaten zu tun, die den Pfad der klassischen Messe verlassen. Eines dieser Formate wurde 2018 ins Leben gerufen und soll 2020 weitergeführt werden. Namentlich das Swissbau Innovation Lab.

In Arlesheim wird bereits gebaut. Das Hauptgebäude «The Pioneer» soll bis Ende 2020 bezugsbereit  sein.

Die Sonderschau für digitale Transformation besteht einerseits aus dem Innovation Village, wo Produkte und Lösungen führender Brands im Digialisierungsbereich anschaulich und interaktiv inszeniert werden. Das Village wird bei seiner Neuauflage zusätzlich um einen Startup-Hub erweitert, der ideenreichen Jungunternehmen eine ideale Plattform bietet. Zudem können sich Aussteller neu mit ihren Innovationen als Satellite-Partner bewerben. Die ausgewählten Aussteller sind mit einem Infopoint direkt am eigenen Messestand als Partner des Swissbau Innovation Labs dabei. Mit dem ebenfalls neuen Speakers-Corner mitten im Innovation Village können die Partner ihren Digital Use Case live präsentieren. Während der Messewoche finden täglich Networking-Anlässe der Partner statt – ein bewährtes Instrument für die Kundenpflege

Angeregte Diskussionen und intensives Networking münden in spannende Projekte, die dann im iRoom an der Swissbau präsentiert werden.

Am ersten Partnerworkshop wurden gemischte Arbeitsgruppen gebildet, die zusammen ein Projekt erarbeiten, das an der Swissbau 2020 gezeigt wird.

Auch 2020 sorgt der iRoom dafür, dass das digitale Planen, Bauen, Nutzen und Betreiben für die Besucher erlebbar wird. Nachdem letztes Jahr ein fiktives neues Bundeshaus zur Debatte stand, wird im kommenden Jahr erstmals ein konkretes Projekt im Zentrum des iRooms stehen: die Überbauung «uptown Basel» in Arlesheim.

 

Nachdem letztes Jahr ein fiktives neues Bundeshaus zur Debatte stand, wird im kommenden Jahr erstmals ein konkretes Projekt im Zentrum des iRooms stehen: die Überbauung «uptownBasel» in Arlesheim.

 

Das ehemalige Schorenareal, wo die Elektrizitätsgesellschaft Alitoh einst Lokomotiven für die SBB herstellte, vereint verschiedene Vorteile. Es ist gut erschlossen und in unmittelbarer Nähe der regionalen Forschungszentren der optimale Standort für ein ausgesprochen interessantes Zukunftsprojekt. Auf der zurzeit grössten Baustelle der Nordwestschweiz entsteht ein Kompetenzzentrum für Industrie 4.0. «uptownBasel» holt führende Unternehmen zum vernetzten Arbeiten in die Wirtschaftsregion Basel. Das Kompetenzzentrum wird aus sieben Produktionshallen und 35 000 Quadratmetern Bürofläche bestehen. Dazu werden bis 2025 neue Hallen erstellt und bestehende Gebäude umgenutzt. Die modernen Bauten sind auf die hohen Anforderungen der industriellen, digitalen Produktion ausgerichtet. Damit eng verknüpft sind zum Beispiel das Internet der Dinge, Cyber Security, Elektromobilität, neue Batterietechnologie, Virtual Reality, Roboter-Technologie und 3D-Druck.

Hans Jörg Fankhauser, der Architekt und Arealentwickler von «uptownBasel» bringt es auf den Punkt: «Der Campus richtet sich an Technologiefirmen, die das vernetzte Arbeiten suchen. Das Ziel ist es, dass «uptownBasel» mit seiner Gateway-Funktion zur Drehscheibe für den Austausch von industriellen Kooperationsnetzwerken wird.»

«uptownBasel» soll ein Kompetenzzentrum für Industrie 4.0 werden.

Und hier setzt die Swissbau an. In mehreren Workshops übers ganze Jahr 2019 verteilt, ­erarbeiten verschiedene Partnerfirmen,
wie etwa Siemens, Hilti, Belimo, Buildup, crb, Itten & Brechbühl oder Raumgleiter, um nur einige zu nennen, in gemischten Teams, die beim ersten Workshop zusammengestellt wurden, unterschiedliche, sogenannte Digital Uses Cases, die entweder den Bauprozess, die digitale Planung, Umsetzung und Bewirtschaftung des Gebäudes oder dessen Nutzung hinterleuchten.

Die verschiedenen Projekte werden für den iRoom in eine zwanzigminütige Show umgewandelt, nach deren Präsentation die Besucher des iRooms für ihren Favoriten stimmen können. Da es sich diesmal um eine reale Case Study handelt, sind die Projekte sehr konkret und können in der einen oder anderen Form dann tatsächlich in die Entwicklung von «uptownBasel» mit einfliessen. Damit erreicht die Swissbau auch eine nachhaltige Wirkung des Workshop-Prozesses über die Show an der Messe hinaus.

Der Swissbau Innovation Lab ist also nicht nur eine Sonderschau für digitale Transformation, sondern ein Impulsgeber für eben diese Umwälzung, in der sich die Bau- und Planungsbranche aktuell befindet.

Auf dem rund 70 000 Quadratmeter grossen Schorenareal entsteht bis 2025 der Smart-Manufacturing-Hub der Nordwestschweiz mit rund 2000 Arbeitsplätzen.

Mehr zum Swissbau Innovation Lab, zum iRoom und zu den einzelnen Partner-Workshops erfahren sie unter: www.swissbau.ch