Formlandschaften

Gartengestaltung

Ein raues Ackerland wurde in der traditionsreichen Ortschaft Ourém mit einem kreativen Hausentwurf und Garten bespielt. Der Architekt Filipe Saraiva hat sich hier ein Haus erschaffen, das optisch eine simple Designsprache spricht und dennoch von einem Facettenreichtum zeugt, der sich vor allem im Garten widerspiegelt. Während sich der Gebäuderahmen der einfachsten Form eines Hauses bedient – ein Quadrat mit aufgesetztem Dach – zeigt sich der Garten umso vielschichtiger. Das raue Ackerland ist nach Süden ausgerichtet und weist vom höchsten zum niedrigsten Punkt ein Gefälle von 4,5 Metern auf. Frontal betrachtet, simulieren aromatische Kräuter – von Rosmarin bis Zitronen­thymian – die Abstufung parallel zu den Treppenstufen in den Garten hinunter. Dieser zeigt sich noch als kahler Acker, der punktuell mit Gräsern bepflanzt ist. Die Schnittstelle dreier gleich grosser Kreise aus Teich, Kiesplatz und Sitzplatz mit Feuerstelle bildet den Mittelpunkt und kombiniert die vier fundamentalen Elemente der Natur Wasser, Feuer, Luft und Erde. Von hier führen einerseits runde, versetzte Treppenstufen zur Veranda des Hauses und anderseits ebnen runde Steinplatten den Weg von hier zur Einfahrt sowie seitwärts dem Haus entlang. Wobei die akribische Anordnung der Pflanzen und Steinplatten sowie das dominierende Element des Kreises erst aus der Vogelperspektive komplett zum Ausdruck kommen.